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Aktuelle Programmänderungen werden auf der Webseite in ROT dargestellt.

Messeöffnungszeiten:

Freitag: 19 bis 22 Uhr
Samstag: 10 bis 22 Uhr
Sonntag: 10 bis 15 Uhr

Freitag, den 17. November 2017

19:00 Uhr, Vorsaal

100 Jahre Oktoberrevolution!!!

Der rote Oktober - Was war? Was bleibt?
Vor einhundert Jahren organisierten Revolutionäre in Russland einen Umsturz der bis dahin bestehenden Verhältnisse. Eine neue Zeit sollte beginnen. Wir wollen in unserer diesjährigen Eröffnungsveranstaltung den Spuren dieser Revolution folgen, versuchen den Dingen auf den Grund zu gehen.
Warum gab es die Oktoberrevolution? Wer waren die sich gegenüber stehenden gesellschaftlichen Klassen und politischen Kräfte? Revolution, was heißt das eigentlich und wie lief das Ganze ab? Welche Ziele und Utopien verfolgten die Revolutionäre, gab es unterschiedliche Strömungen? Was konnten sie von ihren Vorstellungen umsetzen? Wie veränderte der rote Oktober die Eigentumsverhältnisse, die politischen und gesellschaftlichen Strukturen und die Kultur? Was veränderte die Oktoberrevolution, dieser große Umbruch für die gesellschaftliche Mehrheit der Arbeiter und Bauern, in politischer und ökonomischer Hinsicht. Wie veränderte sich ihr Alltag, die Lebensverhältnisse? Was geschah in den Betrieben und auf dem Land der Bauern? Was war nach dem Umsturz mit dem 1. Weltkrieg?
Begleitet wurde die Oktoberrevolution von einem kulturellen Umbruch, der alle Bereiche erfasste. Russische Avantgarde, Plakate und andere Medien, Agit Prop, Theater, Architektur, Musik, Film, Lyrik, Literatur, gesellschaftliche Umgangsformen und Kleidung - das Neue brach sich explosionsartig, ungestüm und mitreißend seine Bahn. Wer waren die Akteure und was brachten sie hervor?
Welche Rolle spielte die Oktoberrevolution über die Landesgrenzen hinaus? Was löste sie international aus und was waren die Folgen?
Was lief damals schief und ist bis heute zu kritisieren? Was hat von alldem für uns heute noch eine Bedeutung?

Es referieren und diskutieren mit euch:
Stefan Bollinger,
Studium der Philosophie, Geschichte, Politikwissenschaft Humboldt-Uni Berlin. Er arbeitet als freier Publizist und in der Erwachsenenbildung. Veröffentlichung zur deutschen und osteuropäischen Geschichte
Bernd Langer,
Autor, ehem. Mitglied der Göttinger Gruppe Antifa M, sowie der Antifaschistischen Aktion Bundesweite Organisation (AABO), seit damals Aktivist des Projekts Kunst und Kampf (KUK)
Mario Pschera,
Studium u.a. Russistik und Literatur, Verleger, Grafiker und Lektor, übersetzt aus dem Russischen, Mitarbeiter bei der Tageszeitung "Neues Deutschland"

VeranstalterIn: Linke-Literaturmesse
 

Samstag, den 18. November 2017

12:00 Uhr, Seminarraum
Cornelia Naumann

Steckbriefe gegen Eisner, Kurt und Genossen wegen Landesverrates

Sie wollten den Frieden und wurden von allen im Stich gelassen: von Gewerkschaften, Parteien und von Politikern. Im Januar 1918 traten in München ca. 8.000 Menschen der Munitions- und Waffenindustrie in den Streik. Allen voran: Kurt Eisner und Sarah Sonja Lerch. Durch Generalstreik wollten sie Frieden, aber sie wurden bespitzelt, eingeschüchtert, Monate lang in Untersuchungshaft genommen, an die Front geschickt. Knapp 20 dieser bisher unbekannten Frauen und Männern setzen Cornelia Naumann und Günther Gerstenberg mit ihrem Lesebuch ein Denkmal.

VeranstalterIn: Edition AV
 
12:00 Uhr, Vorsaal
Merlin Wolf (Hrsg.)

Irrwege der Kapitalismuskritik

Seit der Bankenkrise ist Kapitalismuskritik wieder en vogue. Doch oft genug richtet sich die Kritik nur gegen jene, die als Verursacher der Krise angesehen werden oder segelt in nationalistischem Fahrwasser. Kritik wird so zum Ressentiment. Herausgeber Merlin Wolf stellt den Sammelband „Irrwege der Kapitalismuskritik“ vor.
Im Labyrinth der Kapitalismuskritik sollen Maßstäbe gefunden werden, wie sich progressive und regressive Analysen unterscheiden lassen.

VeranstalterIn: Alibri Verlag
 
12:00 Uhr, Glasbau
René Arnsburg

Mit der digitalen Revolution in den Cyber- Kommunismus?

Maschinen ohne Menschen? Industrie 4.0: Von Schein-Revolutionen und der Krise des Kapitalismus. Eine Diskussion über Schein und Sein der Digitalisierung und den Versuch, Antworten aus revolutionär-marxistischer Sicht zu geben. Mit dem Autor René Arnsburg vom Manifest Verlag.

VeranstalterIn: Manifest Verlag
 
12:00 Uhr, Hinterzimmer
Francis Seeck

Recht auf Trauer. Bestattungen aus machtkritischer Perspektive

Wer ist betrauerbar? Ausgrenzung hört auch nach dem Tod nicht auf. Aktuell werden immer mehr arme Menschen in Deutschland, für die niemand die Bestattungspfl icht wahrnimmt, anonym von Ämtern bestattet. „Recht auf Trauer“ richtet den Blick auf die Kontinuität sozialer Ausgrenzung auf Friedhöfen, sowie aktuelle Zustände. Am Beispiel "Das Grab mit vielen Namen" in Berlin-Kreuzberg wird deutlich, wie ein Widerstand gegen das Vergessen aussehen kann. Die eigene Trauergeschichte der Autor*in, sowie verschiedene Lebensgeschichten anonym bestatteter Menschen, haben ebenfalls ihren Platz.

VeranstalterIn: édition assemblage
 
12:00 Uhr, KOMM-Kino
Werner Schweikert

Wer verdient warum wie viel? – Gegen den Moralismus in der Einkommensfrage

Beschwerden über Ungerechtigkeiten in der Einkommenswelt haben nichts mit einer Kritik an den kapitalistischen Verhältnissen zu tun, die so enorme Einkommensunterschiede hervorbringen. Sie leben nämlich schlicht von sachfremden, also verkehrten Kritikmaßstäben, die höchstens zu einem taugen: sich genau in diesen Verhältnissen geistig einzuhausen.

VeranstalterIn: GegenStandpunkt-Verlag
 
13:00 Uhr, Vorsaal
Markus Mohr

Legenden um Entebbe

Ein Akt der Luftpiraterie und seine Dimensionen in der politischen Diskussion
Am 27. Juni 1976 wurde eine Air-France-Maschine auf dem Flug von Tel Aviv nach Paris gekapert und mit über 250 Geiseln nach Entebbe in Uganda entführt. Zwei westdeutsche Guerillas der Revolutionären Zellen waren mitverantwortlich für die Entführung jüdischer und israelischer Geiseln. Das löst bis in die Gegenwart anhaltende Diskussionen aus. Kann Entebbe - wie vielfach behauptet – als ultimativer Beweis für den Antisemitismus der Linken gelten?

VeranstalterIn: Unrast Verlag
 
13:00 Uhr, Seminarraum
Reinhard Lauterbach

Kampf um die Ostsee - ein Kriegsschauplatz wird vorbereitet

Das nördliche Osteuropa zeichnet sich als ein Brennpunkt des neuen Kalten Kriegs ab. Die NATO stationiert Truppen im Baltikum, Russland hat starke Abwehrmittel in der Region Kaliningrad stationiert. Es geht der NATO darum, den Ostseeraum als Ausgangspunkt für die Bedrohung Russlands herzurichten; Moskau hat das - bisher - erfolgreich verhindert. Genau deshalb kann es gar nicht interessiert sein, den Status Quo zu ändern. Im Gegensatz zur NATO.

VeranstalterIn: Tageszeitung junge Welt
 
13:00 Uhr, Glasbau
Andreas Hohmann

Wege im harten Gras

Erinnerungen an Deutschland, Südafrika und England
Ruth Weiss ist Jüdin, hat eine weiße Haut, lebte zwischen, aber nicht mit Afrikanern, war ständig auf der Reise. Manchmal mit einer Absicht, einem Ziel und oft, allzu oft auf der Flucht vor Menschen und Verhältnissen, irgendwo zwischen Europa und Afrika. Das eine nannten die Ämter „Aufenthalt“, das andere „Heimat“. Die Frage war nur: Wo war ich zu Hause?

VeranstalterIn: Edition AV
 
13:00 Uhr, Hinterzimmer

Rojava Report

Überall auf der Welt ist Rojava zu einem wichtigen Bezugspunkt linker Politik und zu einem Ort des gelebten Internationalismus geworden. Mit dem Buch „Rojava Report“ wurden eine Reihe von Interviews mit in Rojava kämpfenden InternationalistInnen und vor Ort präsenten revolutionären Organisationen herausgegeben. Das Buch geht auf die Beweggründe der InternationalistInnen ein und zeigt die Bedeutung des Kampfs um Rojava eindrücklich auf.

VeranstalterIn: Aufbau Vertrieb
 
13:00 Uhr, KOMM-Kino
Dr Bernd G. Bauske

Adam Scharrer

Adam Scharrer aus Neunkirchen a.S. verbrachte Jahre auf der Landstraße. Er war als Metallarbeiter, Buchhändler und Arbeitsloser tätig, schrieb dann "Vaterlandslose Gesellen". In der Emigration in der SU Mitglied des NKFD, weiterhin schriftstellerisch tätig, u.a. für Frontflugblätter. Ab Mai ’45 relativ schnell in Schwerin, wo er als Kulturfunktionär aktiv war. Er starb während einer Auseinandersetzung über Realismus mit Ehm Welk auf einem Podium des Kulturbunds. Seine Werke werden durch den Heimatverein vorgestellt.

VeranstalterIn: Heimatverein Neunkirchen am Sand
 
14:00 Uhr, Vorsaal
Rainer Thomann

Aufstieg und Fall der Arbeitermacht in Russland

Deutschsprachiges zu den Fabrikkomitees in der russischen Revolution ist rar. Im ersten Teil wird gefragt wie es möglich war, die nach der Februarrevolution 1917 entstandenen basisdemokratischen Selbstverwaltungsstrukturen innerhalb eines Jahres zu verdrängen und durch autoritäre und hierarchische Herrschaftsformen zu ersetzen. Im zweiten Teil geben die aus dem Russischen übersetzten Sitzungsprotokolle des Fabrikkomitees in den Putilov-Werken, damals größter Industriebetrieb Russlands, einen Einblick in die praktische Tätigkeit betrieblicher Arbeitermacht.

VeranstalterIn: Die Buchmacherei
 
14:00 Uhr, Seminarraum
Till Hahn stellt vor: Alain Badiou, Pierre Bourdieu, Judith Butler, Georges Didi-Huberman, Sadri Khiari und Jacques Rancière (Hrsg.)

Was ist ein Volk?

»Das Projekt zu diesem Buch ist aus der Beunruhigung heraus entstanden, mitansehen zu müssen, wie das Wort ›Volk‹ sich ohne Hoffnung auf Wiederkehr zur Gruppe von Wörtern wie ›Republik‹ oder ›Laizität‹ gesellt, deren Bedeutung sich in die Richtung entwickelt hat, dass sie der Bewahrung der Ordnung dienen.«

VeranstalterIn: LAIKA-Verlag
 
14:00 Uhr, Glasbau
Katharina Sass (Hrsg.)

Mythos »Sexarbeit«

Argumente gegen Prostitution und Sexkauf
Ist Prostitution »Arbeit« und sollte normalisiert und »professionalisiert« werden? Oder ist sie ein patriarchales Unterdrückungsverhältnis, dessen Überwindung es anzustreben, dessen Opfer es zu schützen und dessen Nutznießer es zu sanktionieren gilt? Ist Sexkauf die Inanspruchnahme einer »Dienstleistung«? Oder ist er, wie es die Autorin vertritt, eine Form sexueller Gewalt, die gravierende Traumata verursacht?

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
 
14:00 Uhr, KOMM-Kino
Lou Marin (Verlag Graswurzelrevolution) stellt vor

Sebastian Kalicha: Gewaltfreier Anarchismus. Revolutionäre Theorie und Bewegung

Was sind die Grundlagen gewaltfrei-anarchistischer Theorie? Welche Personen haben diese Tradition des Anarchismus geprägt? Welchen Einfl uss hatte diese Strömung auf soziale Bewegungen weltweit? Das Buch spannt einen Bogen von der Theorie zur Praxis, von der Geschichte zur Gegenwart.

VeranstalterIn: Verlag Graswurzelrevolution
 
14:00 Uhr, Hinterzimmer
Astrid Schmeda

Die Hoffnung bleibt. Spanische Revolution, Flucht und Exil in Frankreich 1936-1939

Als Franco 1936 mit Teilen des Militärs gegen die junge Republik putschte, war es das Startzeichen für Arbeiter und Bauern, für Frauen, Männer und Jugendliche, eine andere Ordnung zu erschaffen: Sie kämpften nicht nur gegen den Faschismus, sie übernahmen Ländereien, Fabriken, staatliche Betriebe, Cafés, Hotels und Friseur-salons, taten sich in Kollektiven zusammen und organisierten die Arbeit und das Leben ohne Herren und Meister.
Diese – anarchistische – Revolution ist beispiellos.
Sie starb nicht an ihren eigenen Fehlern, sondern wurde gezielt vernichtet von der organisierten Macht der Stalinschen Kommunisten. Stalins Politik akzeptierte den Faschismus eher als eine freiheitliche Gesellschaft.
Die 500 000 Flüchtlinge, die Ende Januar 1939 über die Pyrenäen an die französische Grenze strebten, wurden unterschiedslos vom französischen Staat wie Kriminelle behandelt: Sie wurden an den nackten Stränden Roussillons hinter Stacheldraht gesperrt, Sand, Wind und Kälte ausgesetzt.
Die Strände sind heute für die Touristen reserviert, aber es regt sich seit einigen Jahren (erst) die Erinnerung. Die Kinder der Geflüchteten haben sich zusammen getan: FFREEE ist ihre Organisation, die im Namen trägt, wofür ihre Eltern einst gekämpft haben.

VeranstalterIn: Contra-Bass
 
15:00 Uhr, Vorsaal
Martin Birkner, Thomas Seibert (Hrsg.)

Kritik und Aktualität der Revolution

Die Beiträge des Bandes widmen sich der Frage, ob und inwiefern eine revolutionäre Umwälzung heute – 100 Jahre nach 1917 – noch möglich und sinnvoll ist. Wie steht es in den aktuellen Debatten über eine radikale Umwälzung gesellschaftlicher Verhältnisse um das Bündnis zwischen Theorie und »wirklicher Bewegung«? Was ist aus dem Verhältnis zwischen „Reform“ und „Revolution“ in der heutigen politischen Praxis der Linken geworden?

VeranstalterIn: Mandelbaum Verlag
 
15:00 Uhr, Seminarraum
Ulla Jelpke (Abgeordnete der Linksfraktion im Bundestag)

Pressefreiheit verteidigen!

Während des G20-Gipfels in Hamburg wurde JournalistInnen aufgrund von BKA-Eintragungen ihre Akkreditierung wieder entzogen. Betroffen waren vor allem MitarbeiterInnen linker Medien. Anschließend ließ der Bundesinnenminister das Internetportal linksunten.indymedia verbieten. Doch bedroht ist die Pressefreiheit nicht zuletzt durch die dem Kapitalismus innewohnende Logik. So wusste Karl Marx: „Die erste Freiheit der Presse ist es, kein Gewerbe zu sein.“

VeranstalterIn: Zeitschrift Rote Hilfe
 
15:00 Uhr, Glasbau
Lena Hofhansl

B14 revisited

«B14 revisited» ist ein Coming-of-Age-Roman, der in der Punk- und Hausbesetzerszene der 1980er-Jahre wurzelt, dessen Erzählstrang und Verwicklungen aber bis in die Gegenwart hineinreichen. Lena Hofhansl verwebt die Zeitebenen zu einer dramatischen, wendungsreichen und manchmal wunderbar witzigen Geschichte über Freundschaft, Literatur, Polyamory, Politik. Die eindringlich gezeichneten Charaktere werden u.a. Teil des Anti-WAAhnsinns-Festivals in Wackersdorf.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
 
15:00 Uhr, Hinterzimmer
Harald Rein

Wenn arme Leute sich nicht mehr fügen…!

Bemerkungen über den Zusammenhang von Alltag und Protest
Der Autor beschreibt die Geschichte des Widerstands armer Leute von der Weimarer Republik, über die Hartz-IV-Proteste bis hin zum alltäglichen „stummen Protest“. Darüber hinaus werden einige wissenschaftliche Konzepte der Armutsforschung kritisch hinterfragt: „Wissenschaft trifft arme Leute“.

VeranstalterIn: AG Spak
 
15:00 Uhr, Glasbau
André Scheer

Venezuela braucht unsere Solidarität

Lange schien die Linke in Venezuela in der Defensive: Verlust der Parlamentsmehrheit, drohende Entmachtung von Präsident Maduro. Mit der Wahl einer verfassunggebenden Versammlung konnten die Chavistas wieder Raum gewinnen. Venezuelas Unternehmer und die politische Rechte überziehen das Land mit Gewalt, werden unterstützt durch USA und EU. Trotz dieser Klassenkampfsituation reden nun auch Linke vom „Diktator“ Maduro. Dabei ist Solidarität jetzt besonders wichtig.

VeranstalterIn: Tageszeitung junge Welt
 
16:00 Uhr, Vorsaal

Erich Schaffner - Kulturveranstaltung

100 Jahre Oktober
Lenin, Majakowski und ich…
Erich Schaffner spricht und singt Lieder, Gedichte, Texte und
Szenisches von Lenin, Karl Kraus, Majakowski, Brecht, Weinert und anderen, deren Namen heute fast vergessen sind.
Am Klavier wird er begleitet von Georg Klemp.

 
16:00 Uhr, Seminarraum
Nelke

Schriften zur russischen Revolution (1917- 1921)

Wir beschreiben die russische Revolution vom selbst organisierten Klassenkampf des Proletariats von Februar 1917 über die Machteroberung der bolschewistischen BerufspolitikerInnen im Oktober 1917 bis zur konterrevolutionären Niederschlagung des Kronstädter Aufstandes durch die staatskapitalistische Lenin/ Trotzki Regierung.

VeranstalterIn: Soziale Befreiung Zeitschrift
 
16:00 Uhr, Glasbau
Ullrich Mies, Jens Wernicke (Hrsg.)

Fassadendemokratie und Tiefer Staat.

Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter
„Das Ende der Demokratie … wie wir sie kennen“ übertitelt der Soziologe Bernd Hamm seinen Beitrag und gab damit den Anstoß für dieses Buch. Mit Beiträgen von Jörg Becker, Daniele Ganser, Bernd Hamm, Hansgeorg Hermann, Hannes Hofbauer, Jochen Krautz, Mike Lofgren, Rainer Mausfeld, Hermann Ploppa, Jürgen Rose, Werner Rügemer, Rainer Rupp, Andreas Wehr, Wolf Wetzel und Ernst Wolff.
Diskussion mit dem Herausgeber und Autor Ullrich Mies

VeranstalterIn: Promedia Verlag
 
16:00 Uhr, Hinterzimmer
Rosdolsky-Kreis

Mit permanenten Grüssen.

Leben und Werk von Emmy und Roman Rosdolsky
Der Band gewährt Einblicke in die Linke im Wien der Zwischenkriegszeit und stellt maßgebliche Beiträge zu marxistischer Theorie und konsequentem Widerstand gegen den Faschismus vor. Die Autor_innen erzählen u.a. vom nationalen Befreiungskampf und der Entwicklung der sozialistischen Bewegung in der Ukraine und gewähren Einblicke in die revolutionäre Szene im Wien der Zwischenkriegszeit sowie in die folgenreiche Theorieproduktion der Rosdolskys.

VeranstalterIn: Mandelbaum Verlag
 
17:00 Uhr, Vorsaal

Erich Schaffner - Kulturveranstaltung (Fortesetzung)

100 Jahre Oktover
Lenin, Majakowski und ich…
Erich Schaffner spricht und singt Lieder, Gedichte, Texte und
Szenisches von Lenin, Karl Kraus, Majakowski, Brecht, Weinert und anderen, deren Namen heute fast vergessen sind.
Am Klavier wird er begleitet von Georg Klemp.

 
17:00 Uhr, Vorssal
Dieter Braeg (Hrsg.)

Jakob Haringer

Ein fast vergessener Schriftsteller (1898-1948), mit ausgewählten Prosa- und Lyriktexten. Nach abgebrochener kaufmännischer Lehre führte er ein unstetes Wanderleben. Seine Werke erschienen oft im Selbstverlag mit häufig fingierten Erscheinungsorten. Sein „Räubermärchen“ ist eine beißende Kritik am bürgerlichen Leben. Von den Nazis 1936 ausgebürgert, emigrierte er von Salzburg nach Prag und in die Schweiz. Er war ein Schnorrer-König, Vielreisender, Verfälscher seines eigenen Lebenslaufs, Übersetzer, Polemiker. Seine Bücher sind nur noch antiquarisch, sehr teuer, zu erwerben.

VeranstalterIn: Die Buchmacherei
 
17:00 Uhr, Glasbau
Kutlu Yurtseven stellt vor: Bozay, Kemal / Aslan, Bahar / Mangitay, Orhan / Özfirat, Funda (Hrsg.)

Die haben gedacht, wir waren das

MigrantInnen über rechten Terror und Rassismus
Vorgestellt wird ein Buch, in dem Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Publizistik, Kunst und Musik, alle mit Migrationshintergrund, Stellung beziehen. Sie zeigen, welche gesellschaftlichen Widerstände ihnen begegnen, und beleuchten die Auswirkungen des NSUTerrors sowie der um sich greifenden rassistischen Gewalt und schildern, wie das auf sie wirkt und was sie dabei bewegt.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
 
17:00 Uhr, Hinterzimmer
Alexander Emanuely

Avantgarde Band 1 und 2

Die Revolte der ersten Generation von AvantgardistInnen, größtenteils Kriegsflüchtlinge, war zuerst gegen die eigene, korrumpierbare Sprache und gegen die Institution Kunst gerichtet. Doch nicht nur die DadaistInnen wollten nichts mehr mit einer gesellschaftlichen Ordnung zu tun haben, die Weltkriege provoziert. Alexander Emanuely folgt in den beiden theorie.org-Bänden Spuren der DadaistInnen, SurrealistInnen, LetristInnen und SituationistInnen.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
 
18:00 Uhr, KOMM-Kino
Rudolf Stumberger

München ohne Lederhosen Band 2

Ein kritisch-alternativer Stadtführer (1968 bis heute) Der zweite Band von „München ohne Lederhosen“ bietet einen Spaziergang durch die jüngste Geschichte der bayerischen Landeshauptstadt unter einem kritischen Blickwinkel. Ausgehend von einer Gesellschaft im Aufbruch in den 1970er-Jahren führt der Weg in die Gegenwart. An gegenläufi gen Beispielen wie dem Olympiastadion und der Allianz-Arena wird der Umbau der Stadt sichtbar: von durch emanzipatorische Ideen beeinfl ussten Bauten hin zu einer Architektur des Kommerzes.

VeranstalterIn: Alibri Verlag
 
18:00 Uhr, Vorsaal
Gabriele Rollnik (früher Mitglied bei der Stadtguerillagruppe 2. Juni) stellt vor

Assata Shakur. Eine Autobiografie

Assata Shakur, Mitglied der Black Panther Party und Mitbegründerin der Black Liberation Army, gibt mit ihrer Autobiografie Einblick in den tief verwurzelten Rassismus in den USA, erzählt vom Aufbruch der militanten schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den 60er- und 70er-Jahren. Sie berichtet aus ihrer Zeit im Gefängnis und über die rassistische Struktur des US-amerikanischen Justizsystems.

VeranstalterIn: LAIKA-Verlag
 
18:00 Uhr, Seminarraum
Phillip Beitzel stellt vor: Gebhardt, Richard (Hrsg.)

Fäuste, Fahnen, Fankulturen

Die Rückkehr der Hooligans auf der Straße und im Stadion
Die militante Fußballsubkultur der Hooligans bietet seit jeher Anknüpfungspunkte für die extreme Rechte. Doch schien es um die Szene lange ruhiger geworden, ihr Potenzial zeigte sich erst wieder mit dem Angriff auf antirassistische Fußballfans in den Stadien und im Herbst 2014 bei dem Aufmarsch der „Hooligans gegen Salafisten“ in Köln. Das Buch beleuchtet die politische (Fan)Kultur der Hooligans.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
 
18:00 Uhr, Hinterzimmer
Stefan Dietl

Die AfD und die soziale Frage

Zwischen Marktradikalismus und ›völkischem Antikapitalismus‹
Zum Programm der AfD gehört neben der Hetze gegen Migranten und Geflüchtete, auch die Ausgrenzung von sozial Benachteiligten. Trotz ihrer neoliberalen Programmatik ist die Partei vor allem auch unter jenen erfolgreich, die von marktradikalen Umbaumaßnahmen besonders betroffen sind. Stefan Dietl wirft einen genaueren Blick darauf, welche wirtschafts- und sozialpolitischen Forderungen die AfD eigentlich vertritt.

VeranstalterIn: Unrast Verlag
 
19:00 Uhr, Vorsaal
Jörg Wollenberg (ehem. Leiter des Bildungszentrums Nürnberg)

„Krieg der Erinnerungen: von Ahrensbök über New York nach Auschwitz und zurück. Eine Spurensuche”

Jörg Wollenbergs Projekt erinnert an bislang unzureichend beleuchtete Etappen der deutschen Geschichte und klärt darüber auf, aus welchen längst vor 1933 wirksamen Ideen und Interessen der Machteroberung die Politik des „Dritten Reichs“ resultierte und welche nachhaltigen Belastungen sich daraus für die deutsche Demokratie bis heute ergeben. Der reich bebilderte Band ist eine Sammlung umfangreichen Materials aus der Kuratierung einer Ausstellung.

VeranstalterIn: Sujet Verlag und weitere Informationen zum Buch als PDF
 
19:00 Uhr, Seminarraum
Frank Brunner (Autor) und Oliver Rast (ehem. Mitglied der "militanten gruppe" und Mitgründer der Gefangenengewerkschaft GG/BO)

Mit aller Härte

Wie Polizei und Staatsschutz Linksradikale jagen
Jahrelang verübte die Untergrundorganisation »militante gruppe« Brandanschläge auf Einrichtungen von Polizei, Bundeswehr und anderen Behörden. Jahrelang jagten Bundeskriminalamt und Bundesamt für Verfassungsschutz die Linksradikalen. Anhand von Polizeiakten, Prozessberichten und Interviews rekonstruiert Frank Brunner das Duell zwischen dem Staat und seinen Feinden.

VeranstalterIn: Bastei Lübbe Verlag
 
19:00 Uhr, Glasbau
Stefan Bollinger

Lenin

Theoretiker, Stratege, marxistischer Realpolitiker
Angefeindet, bekämpft und schließlich angeschossen, unternahm es der Revolutionär, Theoretiker und Realpolitiker Lenin, einen völkermörderischen Krieg zu beenden und unter schwierigsten Bedingungen eine sozialistische Gesellschaft zu errichten. Stefan Bollinger rekonstruiert sein Denken und Handeln und fragt, was davon auch heute nützlich sein könnte.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
 
19:00 Uhr, Hinterzimmer
Violetta Bock und Michael Heldt (ÜbersetzerInnen) stellen vor

Eric Mann: Transformatives Organizing – Ein Handbuch

7 Bausteine, 12 Rollen, 16 Fähigkeiten
Der Autor Eric Mann blickt systematisch auf seinen jahrzehntelangen Erfahrungsschatz als Organizer in den USA zurück: in den Gewerkschaften und in neuen sozialen Bewegungen. Durch einprägsame, konkrete Erzählungen und eine klare Strukturierung vermittelt das Buch Fähigkeiten, die wir brauchen, um die gesellschaftlichen Verhältnisse zum Tanzen zu bringen.

VeranstalterIn: Neuer ISP Verlag
 
20:00 Uhr, Vorsaal
Esther Bejarano (geb. 1924, Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz) & Microphone Mafia (Rap Band, gegründet 1989)

„la vita continua“

Kulturveranstaltung: Beginn 20.15 Uhr (Umbaupause)
Es ist jetzt drei Jahre her, seitdem die Familie Bejarano und die Microphone Mafia ein einzigartiges musikalisches Projekt ins Leben gerufen haben. Damals begann die Odyssee mit den Sätzen: Orient trifft Okzident, die Jüdin den Moslem, alt trifft jung, Tradition trifft Moderne, Folklore trifft Rap… Aus diesem Projekt hat sich eine festverschworene Einheit entwickelt, die die Menschen auch mit ihrem zweiten Album in den Bann zieht. „la vita continua“ macht da weiter, wo „per la vita“ aufgehört hat. Drei Generationen die ihre kulturellen, menschlichen, musikalischen und persönlichen Ansichten und Gedanken verschmelzen lassen und ihre Sicht von Leben vorstellen.

VeranstalterIn: Al Dente Recordz
 
20:00 Uhr, Seminarraum
Simon Schaub

Der kurze Frühling der Räterepublik. Ein Tagebuch der bayerischen Revolution

Das Tagebuch der bayerischen Revolution erzählt die Geschichte der Räterepublik anhand der Erlebnisse der Kommunistin Hilde Kramer, des Anarchisten Erich Mühsam und des Sozialisten Ernst Toller. Es beginnt mit dem Januarstreik von 1918 und endet mit der Machtübernahme der rechten Kräfte nach der Niederschlagung der Räterepublik. Durch die drei Hauptpersonen werden die verschiedenen revolutionären Strömungen zueinander in Beziehung gesetzt.

VeranstalterIn: Unrast Verlag
 
20:00 Uhr, Glasbau
Benjamin Wolf

1. FC Nürnberg

Fußballfibel [Band 9]
Ausdrücklich die Fan-Perspektive steht bei der Reihe „Fußballfibeln“ im Vordergrund, deren Bände jeweils einem Verein gewidmet sind. Benjamin Wolf hat in seinem Buch über den 1. FC Nürnberg die Achterbahnfahrt seines Vereins großartig und mit viel Liebe in Szene gesetzt und präsentiert eine sehr persönliche Tour durch die Historie des „Glubbs“, mit fränkischem Fatalismus zwischen Fußballhimmel und -abgrund.

VeranstalterIn: Culturcon Medien
 
20:00 Uhr, Hinterzimmer
Herbert Auinger

Die FPÖ – Blaupause der Neuen Rechten in Europa

Der Blick in die weit geöffneten Kulissen des freiheitlichen Weltbildes mag für viele befremdlich sein. Ihn nicht zu tun, hieße allerdings, die stetig wachsende und gesellschaftlich bedeutender werdende Rechte zu unterschätzen. Denn die FPÖ ist in ihrer Politik ein Vorbild für viele andere rechtsextreme Bewegungen in Europa. Diskussion mit Herbert Auinger

VeranstalterIn: Promedia Verlag
 
21:00 Uhr, Vorsaal
Esther Bejarano (geb. 1924, Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz) & Microphone Mafia (Rap Band, gegründet 1989)

„la vita continua“ (Fortsetzung)

Es ist jetzt drei Jahre her, seitdem die Familie Bejarano und die Microphone Mafia ein einzigartiges musikalisches Projekt ins Leben gerufen haben. Damals begann die Odyssee mit den Sätzen: Orient trifft Okzident, die Jüdin den Moslem, alt trifft jung, Tradition trifft Moderne, Folklore trifft Rap… Aus diesem Projekt hat sich eine festverschworene Einheit entwickelt, die die Menschen auch mit ihrem zweiten Album in den Bann zieht. „la vita continua“ macht da weiter, wo „per la vita“ aufgehört hat. Drei Generationen die ihre kulturellen, menschlichen, musikalischen und persönlichen Ansichten und Gedanken verschmelzen lassen und ihre Sicht von Leben vorstellen.

VeranstalterIn: Al Dente Recordz
 
21:00 Uhr, Seminarraum
Filmvorstellung

Lenin - genialer Führer des Kampfes gegen Imperialismus und für Sozialismus

Mit eindrucksvollen Bildern und Filmszenen werden die verschiedensten Facetten von Lenins Leben darstellt. Ein Film, der überzeugend mit den antikommunistischen Mythen und Lügen um seine Person aufräumt. Lenin erwies sich als genialer Führer der Oktoberrevolution. Er leitete umsichtig und bis zuletzt eng mit den Massen verbunden die ersten Jahre des Aufbaus des Sozialismus in der Sowjetunion - unter härtesten Bedingungen der imperialistischen Intervention und des Bürgerkriegs.

VeranstalterIn: Verlag Neuer Weg
 
21:00 Uhr, Glasbau
Violetta Bock

Ein unanständiges Angebot

Mit linkem Populismus gegen Eliten und Rechte
Thomas E. Goes und Violetta Bock plädieren für eine breite populare Bewegung, die es vermag, neoliberale Eliten und radikale Rechte zu schlagen: ein »Sozialismus der ›einfachen Leute‹«, der von unten ermächtigt, der internationalistisch und feministisch ist, als hoffnungsvolle Gegenmacht vor Ort und Hinterland der Solidarität. Und sie widersprechen der Kritik, diese Strategie bereite den Weg nach rechts.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
 
21:00 Uhr, Hinterzimmer
Jeanine Dagyeli und Mario Pschera

Literatur ist Flucht, aber auch Aufstand

Ein Feature über das Schreiben im Ausnahmezustand mit Bild- und Tonschnipseln
SchriftstellerInnen im Gefängnis, JournalistInnen auf der Flucht oder vor Gericht, Zeitungen und Buchverlage müssen schließen. So stellt sich die Türkei knapp 1 ½ Jahre nach dem Putschversuch vom Juli 2016 dar. Aus Interviews, Statements, eigenen Beobachtungen und literarischen Texten stellen wir ein Feature zur Lage der VerlegerInnen und AutorInnen und die Rolle von Literatur in einem repressiven Staat zusammen.

VeranstalterIn: Dagyeli Verlag
 

Sonntag, den 19. November 2017

12:00 Uhr, KOMM-Kino
TERMINÄNDERUNG - Wolfgang Jantzen

Grenzerfahrungen

Das Wintersemester 1987/88 war ein besonderes. Für den Bremer Behindertenpädagogen und Psychologie- Professor wie für die Studierenden an der Leipziger Uni. Als West-Kommunist an einer DDR-Uni lehren, das war alles andere als alltäglich. Eine Grenzerfahrung für beide Seiten. Jantzen’s neues Buch bietet Puzzlesteine für ein realistisches DDR-Bild sowie ein humanes Bildungs- und Gesundheitswesen.

VeranstalterIn: Neue Impulse Verlag & Marxistische Blätter
 
12:00 Uhr, Vorsaal
PROGRAMMÄNDERUNG - Werner Seppmann

Kritik des Computers

Der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen
Es geht bei der kapitalistischen Verwendungsweise des Computers um mehr als die skandalösen Erfassungs- und Kontrollaktivitäten, denn sie führt zu problematischen Veränderungen in vielen Lebensbereichen: Durch die Verallgemeinerung digitaler Techniken erodieren zivilisatorische Standards, veröden Alltagsbeziehungen und wird ein marktkonformer Lebensrhythmus durchgesetzt. Die Persönlichkeitsstruktur wird durch die „Computer-Praxis" so umgeformt, dass sie mit der ununterbrochenen Tätigkeit der Märkte und Informationsnetze übereinstimmt. Digital flankierte Anpassungsprozesse sind die aktuellen Mechanismen, mit denen der Kapitalismus sich jene Menschen schafft, die er für sein reibungsloses Funktionieren auf hochtechnologischer Grundlage benötigt.

VeranstalterIn: Mangroven Verlag
 
12:00 Uhr, Seminarraum
Robert Foltin

Post-Autonomie

Von der Organisationskritik zu neuen Organisationsformen?
Die aus den ›Autonomen‹ entstandene postautonome Organisation und Diskussion legt den Fokus auf Politikbereiche wie prekäre Arbeit, Recht auf Stadt oder Care-Revolution. Durch neue Aktionsformen, Strukturen und Bündnisse versuchen diese Gruppen, die Selbstorganisation und Militanz der Autonomen zu erweitern und die Überwindung des Kapitalismus voranzutreiben.

VeranstalterIn: Unrast Verlag
 
12:00 Uhr, Glasbau
Gerd Stange stellt vor Alessi Dell'Umbria

Wut und Revolte.

Die Attentate der Islamisten haben eine Vorgeschichte. Im Zentrum steht die Rebellion der französischen Vorstädte 2005, in der die Wut über Verachtung und Ausgrenzung sich Bahn brach. Der Autor beschreibt, wie die BewohnerInnen der Vorstädte in ein System der Segregation getrieben wurden und sich feindlich gegen diese Welt wendeten, die sie als Feinde behandelt. Dell’Umbria’s Text liefert einen Schlüssel zur Erklärung islamistischer Attentate.

VeranstalterIn: Contra-Bass
 
12:00 Uhr, Hinterzimmer
Moritz Zeiler

Materialistische Staatskritik

Die Analysen des Staates gehen weit auseinander. Sie reichen von der Idealisierung bis zur Dämonisierung, von seiner Übernahme bis zur Abschaffung. In dieser Einführung der Reihe theorie.org präsentiert Moritz Zeiler die zentralen Thesen marxistischer Theorie: Die fragmentarischen Überlegungen bei Marx und Engels, die Staatstheorie bei Lenin, die Hegemonietheorien des Westlichen Marxismus, anknüpfende Arbeiten von Agnoli u.a.. Auch auf libertäre Staatskritik und feministische Ansätze wird eingegangen.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
 
13:00 Uhr, Vorsaal

Kapital dreht durch

150 Jahre „Kapital“: und die Welt des Geldes scheint verrückt zu spielen. Die EZB schüttet Euros aus und kauft in Milliardenhöhe Wertpapiere und Staatsanleihen. Doch entgegen der Theorie steigen die Preise nicht. Warum ist das so? Und warum ist die EZB als urkapitalistische Institution trotzdem zu verteidigen? Und was hat das mit dem Klassiker von Karl Marx zu tun? NDWirtschaftsredakteur Simon Poelchau versucht etwas Licht ins Dunkle zu bringen.

VeranstalterIn: Tageszeitung Neues Deutschland
 
13:00 Uhr, Seminarraum
Christoph Jünke (Hrsg.)

Marxistische Stalinismuskritik im 20. Jahrhundert - Eine Anthologie

16 marxistische Autoren untersuchen die Frage, ob sich die Russische Revolution von 1917 im Stalinismus bis zur Kenntlichkeit oder bis zur Unkenntlichkeit verändert hat. Ist die Entwicklungsgeschichte von Lenin zu Stalin eine Geschichte des Bruchs oder der Kontinuität? Die Anthologie dokumentiert die großen Linien dieser marxistischen Stalinismus-Kritik und wird vom Herausgeber Christoph Jünke vorgestellt.

VeranstalterIn: Neuer ISP Verlag
 
13:00 Uhr, Glasbau
PROGRAMMÄNDERUNG - Sebastian Carlens

Mobilmachung Deutschlands

Seit 2001 findet ein tiefgreifender Umbau der Bundesrepublik statt. Wegen der Krisenhaftigkeit des Kapitals wird die Konkurrenz global verschärft und über die Ökonomie hinaus auf das Militär erweitert. Innenpolitisch braucht es dafür Ruhe in der Bevölkerung. Unter Verweis auf »islamistischen Terror« wurde die sogenannte zivil-militärische Zusammenarbeit hochgefahren. Der (nur unter Schützenhilfe des Staates mögliche) Terror von Rechts wiederum dient als Begründung, warum der Verfassungsschutz immer mehr Macht erhält. Das Trennungsgebot zwischen Geheimdiensten und Polizei ist dank gemeinsamer »Terrorabwehrzentren« Geschichte. Die Polizei darf wieder anlasslos »Gefährder« in Haft nehmen. Der »Kampf gegen den Terror« tötet zuerst die bürgerliche Demokratie – um kommende Verteilungskriege führen zu können.

VeranstalterIn: Tageszeitung junge Welt
 
13:00 Uhr, Hinterzimmer
Ingrid Artus stellt vor: I. Artus, P. Birke, S. Kerber-Clasen, W. Menz (Hrsg.)

Sorge-Kämpfe

Auseinandersetzungen um Arbeit in sozialen Dienstleistungen
Arbeit in Krankenhäusern, der Kinderbetreuung und Altenpflege ist gesellschaftlich wichtig, aber strukturell unterfinanziert. Die meist weiblichen Beschäftigten haben oft ein ausgeprägtes „Care-Ethos“, werden aber mit niedrigen Löhnen und wenig Anerkennung abgespeist. Der Band beleuchtet die Konflikte um Care-Arbeit aus der Sicht gewerkschaftlich Aktiver und kritischer SozialwissenschaftlerInnen.

VeranstalterIn: VSA Verlag
 
13:00 Uhr, KOMM-Kino
Live-Lesung, aus der Wüste Marokkos zugeschaltet: Gian Max Amin

Sabbat

Eine Welt trinkt aus
«Sabbat» ist eine wortgewaltige Abrechnung mit einer Zivilisation, die der Menschheit den Höhepunkt verspricht, während sie ihren Untergang herbeisehnt. Eine Parodie auf ihre apokalyptische Auswegslosigkeit und die blinde Zuversicht in den Fortschritt. Die Redeprotokolle eines fiktiven Anlasses führen gelebte Gegenwart und unausweichliche Zukunft vor Augen und laden sie dazu ein, dem Leben eine Ende zu setzen.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
 
14:00 Uhr, Vorsaal
Katja Anton Cronauer (Übersetzer) stellt vor: Michael Englishman

163256: laut und klar

Aus der Asche des Holocaust
Eine erstaunliche Geschichte von Mut, Einfallsreichtum und Charakterstärke des niederländischen Juden Michael Englishman während des Zweiten Weltkriegs und danach. Beginnend mit der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen 1940, führt sie uns durch Englishmans Haftzeit in mehreren Todes- und Arbeitslagern, in denen er dem Tod wiederholt entrinnt. Wagemutig hilft Englishman anderen Gefangenen zu fliehen und beteiligt sich aktiv am Widerstand.

VeranstalterIn: Edition AV
 
14:00 Uhr, Seminarraum
Peter Kolba

Davids gegen Goliath

Der VW-Skandal und die Möglichkeit von Sammelklagen
Kolba fasst den VW-Skandal zusammen, zeigt, wie Sammelklagen in den USA in der Praxis funktionieren und kritisiert die Ineffizienz der Instrumente in Europa. Was sind die großen Unterschiede zwischen Verbraucherschutz in den USA und in Europa? Für Europas Verbraucherschützer – in vielen Fällen staatlich finanziert – gilt, wer zahlt schafft an. Und einige Staaten haben kein Interesse, effizient gegen VW vorzugehen.

VeranstalterIn: Mandelbaum Verlag
 
14:00 Uhr, Glasbau
Diethard Behrens

Westlicher Marxismus

Von dem Philosophen Merleau-Ponty bereits in den 1950ern aufgebracht, wurde der Begriff zum Synonym für einen «philosophischen» Marxismus, der die Marx-Rezeption im 20. Jahrhundert entscheidend beeinflusste.
Diethard Behrens und Kornelia Hafner gehen einem schillernden Begriff auf den Grund, dem üblicherweise so unterschiedliche Denker wie Althusser, Gramsci, Sartre, Bloch, Horkheimer oder Adorno zugerechnet werden.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
 
14:00 Uhr, Hinterzimmer
Renate Wind

Aufstand – Widerstand – Gegenkultur

Die Geschichten vom Messias Jesus als antiimperialistische Erzählung
Es war die erste große Globalisierung - das „Imperium Romanum“ mit seinem Glanz und seinen Verwerfungen. Großen zivilisatorischen Errungenschaften der Machtzentren stehen Armut und Ausbeutung in den eroberten Gebieten entgegen. Immer wieder kommt es zu Aufständen in den Provinzen, die brutal niedergeschlagen werden. Der Weg zu Befreiung, Gerechtigkeit und Frieden ist umstritten.

VeranstalterIn: Gütersloher Verlagshaus
 
14:00 Uhr, KOMM-Kino
Martin Küpper

Materialismus

Materialismus, der den Vorrang des Seins gegenüber dem Bewusstsein postuliert, setzt sich stets mit den Wissenschaften, Religionen und Philosophien der Zeit auseinander. Martin Küpper zeichnet Geschichte, Materie-Verständnis und gesellschaftliche Verankerung des Materialismus nach, der als historisch-dialektisch verstandener im Marxismus seine Sternstunden feierte.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag